Knapp am Stau vorbei

Junger Automechaniker pendelt mit der Pinzgauer Lokalbahn

Wenn die Mobilitätswende gelingen soll, müssen mehr Menschen vom Auto auf den öffentlichen Verkehr umsteigen, sagen Verkehrsexperten. Einer, der das mit Überzeugung tut, ist Simon Knapp aus Niedernsill.

Der 18-jährige Automechaniker im dritten Lehrjahr pendelt jeden Wochentag mit der Pinzgauer Lokalbahn (PLB) zu seinem Arbeitgeber nach Bramberg. 

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Führerschein und ein eigenes Auto sind die nächsten Schritte in Simons Leben. Dass er auch danach weiterhin mit der PLB in die Arbeit pendeln wird, steht für ihn fest: „Ich spare mir so jeden Tag vier bis fünf Euro Sprit, da ist noch kein Verschleiß eingerechnet. 

Und egal, ob man Richtung Mittersill oder Zell am See muss, überall stecken die Autofahrer im Stau. Mit der Pinzgauer Lokalbahn ziehst du daran vorbei.“

Solange Simon noch in Ausbildung ist, fährt er mit der SUPER s’COOL-CARD. Danach wird er sich das neue Jahres-Regionenticket um 365 Euro kaufen, das es ab Jänner 2020 gibt. Damit spart man über 60% gegenüber dem derzeitigen Erwachsenen-Jahresticket. Das Land Salzburg will durch die Kostenreduktion noch mehr Menschen zum Umsteigen auf die Öffis bewegen.

Mehr auf Schiene

Die Pinzgauer Lokalbahn hatte 2018 mit 901.000 Fahrgästen die höchste Auslastung seit ihrem Bestehen. In Österreich werden heute schon innerhalb der EU die meisten Kilometer pro Kopf mit Öffis gefahren. Doch die Quote von 27% ist ausbaufähig. Vor allem bei den Kurzstrecken ist laut Expertenmeinung noch viel Luft nach oben.