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E wie einfach laden

06.11.2020

Neues Abrechnungssystem der Salzburg AG.

Zurzeit ist die Zahl an Ladestellen in der EU mit sieben Stück pro E-Auto noch ausreichend. Woran es allerdings mangelt, ist das Authentifizieren, Laden und Bezahlen an verschiedenen Standorten. Unser neues Abrechnungssystem könnte das ändern.

Markus Friembichler kann sein E-Dienstauto am Firmenparkplatz bei Sony DADC in Thalgau aufladen, an einem unserer öffentlichen Ladepunkte im Bundesland Salzburg oder an der Wallbox zuhause in Sankt Lorenz am Mondsee. Sobald er sich mit der STROMLADEN-App oder der Ladekarte authentifiziert, wird bargeldlos und automatisch über seinen Arbeitgeber abgerechnet. Dass Markus Friembichler als Oberösterreicher nicht Stromkunde der Salzburg AG ist, spielt dabei keine Rolle. Ein SIM-Modul in der Wallbox in seiner Garage meldet die geladene Strommenge an uns. Wir kümmern uns um die korrekte Abrechnung, damit Sony DADC die zuhause entstandenen Stromkosten seinem Mitarbeiter gutschreiben kann. 

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Einfach intelligent

Das System, welches wir für Sony DADC umgesetzt haben, könnte Licht in den derzeit noch vorhandenen Freischalt-, Lade-, und Abrechnungs-Dschungel bei der E-Mobilität bringen. Und das ist auch höchst an der Zeit: Ende 2019 gab es in Österreich 29.500 reine E-Autos, das waren zwar erst 0,6 Prozent des gesamten Fahrzeugbestandes. Doch die Zahlen nehmen deutlich zu: Den knapp 4.000 Neuzulassungen bei E-Autos 2018 folgten im Jahr darauf bereits über 6.400. In diesem Jahr wurde diese Latte bereits im August übersprungen. Laut Prognose wird der Anteil von E-Autos an allen Neuzulassungen bis 2030 auf 20 Prozent klettern – auch dank der gestiegenen Förderungen für E-Mobilität und Ladeinfrastruktur. Eine einfachere Authentifizierung und Abrechnung ist also längst fällig. 

E-Mobilität im Job

Markus Friembichler ist Fachmann für Umweltschutz und Sicherheitsfragen bei Sony DADC. Seit ein paar Jahren rüsten er und sein Team den Fuhrpark auf E-Mobilität um: „Jeder Österreicher emittiert pro Jahr rund zehn Tonnen Kohlendioxid. Ein Drittel davon geht zu Lasten des Verkehrs. Das heißt, Mobilität ist eine gute Möglichkeit, etwas zu ändern.“

Acht Plug-in-Hybrid-Dienstautos stehen bereits im Sony-Fuhrpark. Die zwei Antriebe sind derzeit noch notwendig, weil regelmäßig Fahrten zum rund 300 Kilometer entfernten Sony-Werk in Pilsen in Tschechien anstehen. Der e-Golf, mit dem Markus Friembichler öfter unterwegs ist, könnte mit 260 Kilometer Reichweite die Distanz ohne Zwischenladen nicht schaffen: „Da fehlte bislang das passende Angebot bei den reinen E-Autos. Doch das ändert sich im Augenblick.“ Markus Friembichler geht davon aus, dass E-Autos der nächsten Generation eine größere Reichweite und Sony DADC dann nur noch solche im Fuhrpark haben wird. 

246 mal laden


An den Lademöglichkeiten im Salzburger Raum wird der Anstieg der Zahlen bei E-Autos nicht scheitern. Bereits heute gibt es 246 öffentliche Ladepunkte der Salzburg AG, gut verteilt auf das gesamte Bundesland. In 100 von 119 Salzburger Gemeinden gibt es eine oder mehrere öffentliche Stationen. In fast jeder zweiten Salzburger Gemeinde haben wir bereits eine Ladestation errichtet. Am weiteren Ausbau wird konsequent gearbeitet.

Auch unsere privaten Wallboxen für Einfamilien- und Mehrparteienhäuser sowie Ladesäulen für Businesskunden stoßen auf großes Interesse. 2020 wurden bereits 100 private Ladepunkte geschaffen. Und das nicht nur, weil wir allen Kunden 7.500 Freikilometer pro Jahr anbieteen. Bis 2030 streben wir einen Marktanteil von 90 Prozent bei allen Ladelösungen in Salzburg an.

Markus Friembichlers Wunsch für die e-mobile Zukunft: „Die Ladeinfrastruktur muss noch weiter ausgebaut werden und soll möglichst europaweit gleiche Standards haben. Und die Autos müssen auch nochmal ein Stück günstiger werden, damit die E-Mobilität in der breiten Masse ankommt.“ 

E-Mobilität in Salzburg

E-Fahrzeuge-Förderung:
 Seit 1. Juli 2020 gibt es für E-PKW 5.000 Euro Förderung (zuvor 3.000 Euro). Heimladestationen werden mit 600 statt bisher 200 Euro bezuschusst (in Mehrparteienhäusern mit 1.800 Euro). Abwicklung: publicconsulting.at

Öffentliche Ladestellen: 246 öffentliche Salzburg-AG-Ladepunkte im Bundesland. Aktivierung über die kostenlose STROMLADEN-App der Salzburg AG, die Ladekarte oder mit Direct Payment.

Private Ladelösungen: Wallbox Plus mit bis zu 22 Kilowatt Ladeleistung, inkl. Installations-Check, Montage und Inbetriebnahme sowie Vor-Ort-Service. E-Auto-Ladekarte für öffentliche Ladepunkte der Salzburg AG. Ladevorgänge können weiterverrechnet werden. 7.500 Freikilometer pro Jahr. 

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